Feb 01

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Würde Sie gerne genauso genial sein wie Einstein? Wüssten Sie gerne, wie Einstein all die genialen Ideen entwickelt hat, mit denen er nicht nur in der Physik sondern für die gesamte Menschheit ein neues Weltbild und Weltverständnis eingeleitet hat? Wüssten Sie gerne, was Einstein hat so genial werden lassen?

Eine der faszinierendsten Aussagen über Einstein und seine Art zu denken, habe ich in dem Buch Einstein. Geniale Denkstrukturen & Neurolinguistisches Programmieren. von Robert Dilts gefunden. In diesem Buch analysiert Robert Dilts Einsteins Denken, um zu verstehen, wie Einstein sein Gehirn eingesetzt hat.
Dabei verfolgt er die Idee, dass wenn wir Einsteins Denken verstehen könnten, uns dies vielleicht in die Lage versetzten würde, ähnlich geniale Ideen zu entwickeln, wie er es getan hat.

Doch wie wollen wir erfahren, wie Einstein seine Ideen sich ausgedacht hat?

Nun gibt es glücklicherweise eine Menge Informationen von Einstein persönlich über seinen Denkstil und wie er an seine Arbeit herangegangen ist. Robert Dilts hat diese Selbstaussagen Einsteins nun mit Hilfe des NLP Kommunikationsmodels untersucht, um zu verstehen, wie Einstein seine genialen Ergebnisse erzielt hat.

Doch was ist NLP?

Das neuro-linguistische Programmieren wurde Anfang der 70er Jahre von den zwei Amerikanern Richard Bandler und John Grinder entwickelt. Robert Dilts zählt zu den wichtigsten Co-Entwicklern des NLP‘s.
Eine Möglichkeit das NLP zu verstehen, ist es als ein Kommunikationsmodell zu betrachten, welches beschreibt, wie unser Gehirn funktioniert und wie Gehirne (Menschen) miteinander kommunizieren.

Nach dem NLP Kommunikationsmodel nimmt unser Gehirn alle Informationen über die Welt über unsere fünf Sinne auf (Sehen, Fühlen, Hören, Riechen, Schmecken). Diese Informationen tauchen dann in unserem Bewusstsein als eben das was wir sehen, hören und fühlen, riechen und schmecken auf.

Dabei handelt es sich bei dem was dann auf unserer Gedankenmattscheibe auftaucht, natürlich nicht um die echten Gegenstände, den diese sind ja noch da draußen in der Welt und nicht in unserem Kopf, sondern es handelt sich um die Repräsentationen dieser Gegenstände, die von unserem Gehirn mittels der Informationen unserer Sinne erschaffen wurden. Wenn wir z.B. nicht in der Lage wären zu sehen, dann wäre das Gehirn auch nicht in der Lage ein Bild zu generieren, das die Welt da draußen visuell repräsentieren würde.

Es geschieht aber noch etwas weiteres. Wir können unsere Augen schließen und uns das Bild des Baumes in Erinnerung rufen (neudeutsch: visualisieren) und das was wir dann als unser inneres Bild visualisieren, ist die erinnerte Repräsentation des Baumes, den wir zuvor gesehen haben.

Diese Fähigkeit Repräsentationen “halten” zu können, ist uns zwar angeboren, muss jedoch erst entwickelt werden. Gehirne können diese erst ab einem Alter von ca. 1-2 Jahren. Vorher ist alles aus dem Sinn auch aus der Welt und damit nicht existent. Für ein jüngeres Kind existiert das, was es wahrnimmt, auch nur solange es diesen Gegenstand tatsächlich auch „wahrnimmt“.

Sobald wir als Menschen Repräsentationen halten können, können wir aber auch noch viel mehr. Wir können diesen Repräsentationen Namen geben und sie benennen.
So können wir z.B. die Repräsentation des Baums mit dem Wort BAUM bezeichnen. Dieses Wort steht dann für unser inneres Bild des Baums. Das Wort BAUM ist zwar noch abstrakter als die Repräsentation des Baumes, wird aber selbstverständlich auch mit den Verarbeitungskanälen unseres Gehirns (also unseren Sinnen) erzeugt.

So haben wir ein inneres Bild des Wortes BAUM als auch ein Klangbild des Wortes und können, wenn wir das wollen, ein Gefühl mit dem Wort oder auch ein Geruch oder Geschmack damit verbinden. Aber auch dadurch hat das Wort BAUM noch weniger mit dem echten Baum da draußen zu tun, als das innere Bild des Baumes. Wörter meta-repräsentieren zwar unsere Sinneswahrnehmungen der Welt, entsprechen ihnen aber nicht.

Wenn aber Wörter abstrakter sind als unsere inneren Repräsentation der Welt, warum gibt es sie überhaupt? Warum Wörter? Was ist ihr Nutzen? Mit jeder weiteren Ebene verlieren wir doch eine Menge Informationen über das Ding an sich! Schon unsere innere Repräsentation des Baums ist ja nicht der Baum da draußen und steht nur symbolisch für ihn.

Wörter haben jedoch eine sehr wichtige Funktion. Mit den Wörtern beginnt Sprache und mit der Sprache beginnt menschliche Kommunikation. Sprache als ein meta-Repräsentationssystem ist zwar abstrakter als unsere inneren Repräsentationen, doch ermöglicht sie uns damit die Kommunikation (und vieles mehr).

Als Mensch sind wir z.B. nicht in der Lage, wenn wir gerade an einen Baum denken, jemandem anderen dieses Bild per Telepathie (oder WLAN, wie mein Freund Victor sagen würde) auf sein Theater des Bewusstseins zu übermitteln. Doch mit unseren Sprachorganen können wir das Wort BAUM sprechen oder auch schreiben und dadurch kommunizieren. Und wenn unser Kommunikationspartner per Zufall auch die deutsche Sprache spricht, dann wird er uns verstehen und das Wort Baum wird ebenfalls bei ihm mit dem Bild der Repräsentation des Baums verknüpft sein.

NLP kann also einfach als ein Kommunikationsmodel verstanden werden, welches beschreibt wie das Gehirn unsere Realität erzeugt, Informationen verarbeitet und wie daraus Wörter, Sprache und Kommunikation entstehen. NLP ist aber auch mehr als das. Es beschreibt nicht nur, wie wir kommunizieren, es beschreibt auch, wie wir denken.

Sobald wir unsere Repräsentation halten können, können wir mit diesen inneren Bildern, Gerüchen, Gefühlen, Geschmäckern, Klängen und Wörter denken. Und mit dieser Programmiersprache des Gehirns können wir unser Verhalten programmieren (oder werden programmiert z.B. durch Werbung).

Willkommen! Willkommen im Theater unseres Geistes! Willkommen in unserem persönlichen Holodeck! Willkommen in unserem Kopf-Kino!

Wenn Denken in unserem Kopf-Kino (mittels sehen, fühlen, hören, schmecken, riechen und sprechen) statt findet, wie benutzen dann Genies deren Theater ihres Geistes?

Wenn wir nun voraussetzen, dass Sprache als ein meta-Repräsentationssystem arbeitet und somit beschreibt, was in dem Theater unseres Geistes auftaucht, dann müssten wir in der Lage sein, über die Sprache Einsteins und die Wörter, die er verwendet hat, herauszufinden, wie er sein Gehirn mit Hilfe seines Kopf-Kinos eingesetzt hat.

Und wenn wir davon ausgehen, dass jeder von uns das gleiche Gehirn mit größtenteils den gleichen Fähigkeiten besitzt, dann sollte uns das in die Lage versetzen, Einsteins geniales Denken nachzuahmen und ähnlich geniale Ideen zu entwickeln, wie er es getan hat.

Das sind einige der Fragen, die Robert Dilts in seinem Buch Einstein. Geniale Denkstrukturen & Neurolinguistisches Programmieren. versucht hat zu beantworten.

Und von seinen Ergebnissen werde ich dann in weiteren Artikeln berichten.

Referenzen:
Steve Andreas, Charles Faulkner: Praxiskurs NLP: Mit 21-Tage-Trainingsprogramm

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written by Hueseyin \\ tags: , , , ,


One Response to “Geniale Menschen und das NLP Kommunikationsmodell”

  1. 1. nlp lehrcoach Says:

    Die wahren Abenteuer sind im Kopf und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo.
    Andre Heller

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