Jun 30

Problem sind schon etwas faszinierendes. Jede behauptet, er hätte welche, doch keiner will sie haben. Wie schaffen wir es eigentlich, dass wir uns täglich Probleme machen, wenn wir sie eigentlich nicht haben wollen? Sind eigentlich die Probleme unser Problem?

Das Wort Problem kommt aus dem Griechischen und bedeutet in etwa, dass uns etwas in den Weg geworfen wurde, das unser Vorrankommen behindert. Da wir aber anscheinend uns auf dem Weg irgendwo hin befinden, ist damit aber auch verbunden, dass wir ein Ziel (oder einen Wunschzustand) haben, auf den wir uns zubewegen.

Probleme zu haben, ist also an sich eine gute Nachricht, den sie treten nur auf, wenn wir auch ein Ziel oder einen Wunschzustand haben.  Sie können also, wenn Sie es sich dies wünschen, alle ihre Probleme jetzt in diesem Moment loswerden, in dem Sie alle Ihre Ziele, Wünsche und Bedürfnisse aufgeben und alles so akzeptieren, wie es jetzt ist. Sobald Sie sich dafür entscheiden, dass alles in diesem Moment gut ist, wie es ist, verschwinden alle ihre Probleme.

Daraus kann man erkennen, dass jegliche Art von Problem letztendlich von uns erschaffen wird, in dem wir uns wünschen, dass etwas anders sein sollte, als es nun ist. Und wenn wir dabei in der Lage sind, diesen Wunschzustand ohne großen Aufwand zu erreichen, dann haben wir keine Probleme. Wenn uns dies jedoch nicht auf Anhieb gelingt, haben wir ein Problem.

Vielleicht werden Sie jetzt sagen, dass sie doch all ihre Ziele und Wüsche erreichen wollen und nicht bereit sind, diese aufzugeben. Und was, wenn ich Ihnen dann sagen würde, dass Sie ihre Ziele nicht aufgeben müssen, nur müssten sie anfangen ihre Problem zu lösen. Wie würden Sie dann über ihre Probleme denken?

Was ich damit sagen möchte ist, das das Problemelösen DER WEG ist, durch den Sie ihre Ziele erreichen können.

Wenn Sie vor ihren Problemen weglaufen, laufen Sie auch davor weg, ihre Ziele zu erreichen.

Probleme zu haben, ist nicht das eigentliche Problem. Vielmehr sind es unsere Einstellungen und Vorstellungen über unsere Problemen, die Probleme zu Problemen machen.

Stellen Sie sich vor, sie möchten im Meer baden und können nicht schwimmen. Dann haben Sie ein Problem. Denn wenn Sie nicht schwimmen können, laufen sie Gefahr zu ertrinken.

Sie müssen also Schwimmen lernen. Doch das sie nicht schwimmen können, ist nicht das Problem. Es ist die Lösung. Probleme zeigen ihnen Bereiche auf, in denen ihnen Fähigkeiten und Ressourcen fehlen. Und wenn Sie anfangen, diese Fähigkeiten und Ressourcen zu entwickeln, dann werden ihre Probleme sie zu den Lösungen führen, die Ihnen helfen werden, Ihre Ziele zu erreichen.

In jedem Problem schlummert also eine ungenützte Ressource, Fähigkeit oder potentielle Lösung. Wenn Sie aber glauben, dass das nicht schwimmen können ihr Problem wäre, weil es Sie daran hindert im Meer baden zu können, dann verdrehen sie die Tatsachen.

Und so verhält es sich in vielen Bereichen ihres Lebens. In ihren Problemen schlummern die eigentlichen Lösung, die sie brauchen, um ihre Ziele zu erreichen.

Sie müssen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Ressourcen aufbauen, damit sie überhaupt Ihr Ziel, Ihren Wunschzustand erreichen können. Ein Problem ist damit keine Barriere, die ihnen in den Weg gestellt wurde, sondern nur ein Hinweis auf eine noch unter entwickelte Ressource, die sie brauchen, um Ihr Ziel zu erreichen.

Eine der besten Misserfolgsstrategien wäre es also, seine “Probleme” zu verdammen oder sie zu verdrängen, wie viele es machen. Aber dadurch berauben Sie sich genau der notwendigen Ressourcen und Lösungen, die Sie benötigen, um ihr Ziel zu erreichen.

Nehmen wir z.B. mal an, dass Sie Interesse haben eine Frau kennenzulernen, aber Angst davor haben, abgewiesen zu werden . Ihr Problem sind also die Abweisungen und Körbe, die sie erhalten könnten. Also trauen Sie sich nicht und sprechen keine Frauen an. Doch gerade das ist es, was Frauen an Ihnen schätzen werden, dass Sie im Angesicht von Niederlagen und Abweisungen nicht zusammenbrechen.

Doch wie möchten Sie die Fähigkeiten entwickeln mit Abweisung umzugehen, wenn Sie sich nicht in Situationen begeben, in denen Sie vermeintlich abgelehnt  werden?

Sie können nur lernen, unabhängig von Abweisungen und Niederlagen zu werden, in dem Sie sich immer wieder diesen Situationen aussetzen und sich trotz der Niederlage und Abweisung ihre Selbstachtung und ihren Selbstwert bewahren. Und wenn Frauen erstmals merken, dass sie unverletzlich sind, macht gerade dies Sie attraktiv für eine Frau.

Hartnäckiges Vermeiden von Problemen wird dadurch letztendlich das Haupthindernis beim Erreichen Ihrer Ziele.

Wir erschaffen unser also nicht nur Problem dadurch das wir ein Ziel haben. Wir erschaffen unsere Probleme auch dadurch, dass wir Ihnen eine negative Bedeutung geben, als etwas das uns daran hindert unser Ziel zu erreichen. Doch Probleme tun genau das Gegenteil. Sie helfen uns dabei unsere Ziele zu erreichen.

Bei den meisten Menschen sind Probleme unerwünscht und dazu auch noch meist unkontrollierbar. Einerseits möchten wir uns nicht anstrengend, wenn wir uns etwas wünschen.  Doch andererseits brauchen wir neue Fertigkeiten und Fähigkeiten um diesen Wünsch zu verwirklichen.

Und die Fertigkeiten, die wir brauchen um unsere Ziele zu erreichen, sind gerade zu Beginn unserer Entwicklung schwierig zu erlernen und unkontrollierbar. Aber auch das unkontrollierbar ist nicht das “Problem”. Es dient uns als Feedback um unsere Fähigkeiten weiter zu verfeinern und besser zu werden. Und auch in diesem Fall erschaffen wir Probleme, in dem wir das “Problem” der Unkontrollierbarkeit als Problem betrachten.

Was ist die Lösung? Wir müssen verstehen, dass die Probleme unseres Leben im Grunde genommen Helfer sind, die uns dabei unterstützen, dass wir überhaupt ein Ziel erreichen können. Wenn wir zum Beispiel nicht schwimmen können, dann werden wir ertrinken. Wenn wir keine Abweisungen und Niederlagen ertragen können, dann werden wir auch nicht in der Lage sein, lange genug an einer Sache dranzubleiben, bis wir erfolgreich sind. Und wenn wir gerade etwas Neues erlernen, dann müssen wir das Unkontrollierbare als Feedback sehen, dass uns dabei hilft, besser zu werden.

Das wird uns helfen, unsere Motivation aufrechtzuerhalten und weiter an der  Verbesserung unserer Fertigkeiten zu arbeiten, bis wir wieder einen Kompetenzsprung in unseren Fähigkeiten gemacht haben.

Unsere Einstellung zu unseren Problemen und Herausforderungen ist also entscheidend für den Erfolg, den wir im Leben haben. Es ist deshalb unabdingbar, dass sie sich darüber im klaren werden, was sie über Probleme denken und glauben.

Was fühlen Sie, wenn Sie ein Problem haben?

Was denken Sie, wenn Sie ein Problem haben?

Was glauben Sie über Probleme?

Was ist der erste Gedanken, den Sie haben, wenn Ihnen ein Problem über den Weg läuft?

Gewinnen Sie Klarheit über ihre Probleme und ändern Sie Ihre Einstellung zu ihren Problemen. Wecken Sie sich in Erinnerung, dass wenn Probleme auftauchen, diese Helfer sind, die in Ihnen einen Hinweis darauf liefern, welche Fähigkeiten und Ressourcen es noch zu entwickeln gibt, damit Sie dann erfolgreich ihr Ziel oder Ihren Wunschzustand erreichen können.

Laufen Sie nicht nicht vor den Problemen ihres Leben weg, verdammen Sie sie nicht, sondern sehen Sie diese als ihre Freunde und Helfer an.

Wenn Sie daran interessiert sind, ihre Problemlösungskompetenz zu steigern, würde ich Ihnen folgendes Buch von Werner Winkler empfehlen.

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written by Hueseyin


2 Responses to “Warum hartnäckiges Vermeiden von Problemen zum Haupthindernis beim Erreichen Ihrer Ziele wird!”

  1. 1. yaman sule Says:

    seitdem ich zur uni gehe habe ich meistens nur stress! aber vielmehr ist es die angst zu versagen! es macht mich fertig in einer klausur durchzufallen,obwohl ich hart dafür gelernt habe.ich bin durchgefallen und habe jetzt noch 2 versuche.ich habe wirklich spaß an diesem fach gehabt,bis ich die übungsklausur durchgelesen hab! ich hatte mich eigentlich drauf gefreut und war selbstsicher! doch als ich anfing die erste aufgabe zu lesen,bekam ich angst und stress! die einfachsten dinge fieln mir nicht ein vor lauter panik!
    die uafgabenstellung war so schrecklich.ich wusste nicht,was man jetzt von mir wollte!
    sie werden es mir nicht glauben,aber ich habe eine zeichnung bestimmt 5 oder 6 mal versucht zu zeichnen,doch immer hab ich es am ende zerknüddelt und weggeschmissen! ich wollte auhc keine pause einlegen,weil ich so ehrgeizig war! aber das hat alles nur noch schlimmer gemacht!

    ich wusste eigentlich wie die aufgabe geht,aber im hinterkopf hatte ich immer so ein zweifel..hab die ganze zeit gegrübelt und nachgedacht…”in der Übung aber war das ganz anders”.. das kann nicht stimmen.

    demnächst mache ich auf jeden fall ne pause,denn den stress den ich an dem tag hatte will ich nihct nochmal erleben,denn der war umsonst. ich habe mir die übungsklausur nach 2 tagen nochmal angeschaut und fand es dann doch nicht so schwer..komischer weise! ich habe es ruhig angehen lassen und versucht klar und logisch zu denken! es hat geholfen

    coole seite übrignes…echt sehr hilfreich! hier kann man einiges lernen!
    eins weiss ich..man muss alles locker und positiv sehen und an eine sache mit spaß drangehen,sonst hat es keinen sinn!!!

  2. 2. Tim S. Says:

    Sehr ausführlicher und hilfreicher Artikel!

    Ich sehe es zunächst genau so, dass niemand allen
    Problemen aus dem Weg gehen kann. Es gibt dennoch
    einen Weg, mit dem jeder Mensch seine Probleme in
    etwas positives umwandeln kann.

    Mir helfen da folgende Fragen:

    1. Ist es ein wichtiges Problem für mich?
    2. Will ich es lösen oder gibt es einen anderen Weg?
    3. Wie kann ich an der Problemlösung möglichst viel Spaß haben?

    Und schon gibt es kein “Problem” mehr, denn dieses Wort
    ist aus meiner Sicht zu negativ besetzt.

    In dem Moment, wo ein Mensch schon an ein “Problem”
    denkt, hat er negative Gedanken. Das führt unweigerlich
    dazu, dass mehr negative Dinge passieren.

    Sobald ihr also erkennt, dass ein Problem vorliegt, schaut
    sofort auf die positiven Möglichkeiten, die sich mit der
    Lösung ergeben. Denkt über die 3 Fragen nach und
    macht aus der “Arbeit” an der Lösung ein Spaß-Event!

    Müsst ihr langweilige Texte schreiben? Lernen für die
    nächste Prüfung? Oder die Steuererklärung abgeben?

    Musik an, im Takt der Musik wippen und dabei die Arbeit
    erledigen. Und wenn es ein leckerer Tee ist, der euch be-
    geistert oder das Verlagern des Arbeitsplatzes nach draußen
    auf die Wiese, ein wenig Spaß geht immer :-)

    Beste Grüße!

    Tim

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